Autobahn rund um Mailand – Leben am Abgrund!

Vorne weg – es ist erstaunlich, dass nicht noch mehr Unfälle auf italienischen Autobahnen passieren. Wir sind unterwegs in die Herbstferien und fahren über den nationalen Verkehrsknoten Mailand. Dieser wird von alleine fahrenden Menschen in  über motorisierten Fahrzeugen geprägt. An einem Samstag früh am Morgen ist da schon die Hölle los. Eigentlich wäre wohl die Anzahl Autos auf den mehrspurigen Strassen kein Problem, wenn da nicht die Italiener wären!

Bildet sich nur der kleinste Ansatz von einer stockenden Kolonne, wechseln Italiener die Fahrspur. Wohn ist egal, einfach wechseln. Auch wenn du auf der Nebenspur gleich voll in die Bremsen stehen musst. Das Grass auf der anderen Seite der Trennlinie ist immer viel grüner. Wer also eben gerade auf die andere Seite gewechselt hat, der sieht auf der Gegenseite nun eventuell sogar seine eigene Lücke wieder, die beim vorherigen Wechsel hinterlassen wurde. Also schnell wieder Spur wechseln.

Damit das auch klappt muss man sich fortlaufend gegenseitig ausbremsen und sich in noch so kleine Lücken drängen. Es scheint als haben Italiener permanent das Gefühl am falschen Ort zu sein. Würde jeder in seiner Spur bleiben und den Abstand vergrössern, dann würden auch nicht alle paar Kilometer fünf bis sechs Fahrzeuge in eine Karambolage verwickelt sein. Dann wird ja der Stau noch länger, weil die Polizei mit ihren kleinen Fahrzeugen auf eine Rettungsgasse hoffen muss. Und auch da gibt es Italiener, die dann die Gelegenheit ergreifen und gleich der Polizei nachfahren, dann ist ja schliesslich die Spur endlich frei.

Autofahren scheint mir keine Kernkompetenz unseres südlichen Nachbars, aber bei genauerem Überlegen fahren die eigentlich super, denn bei soviel Risiko müsste eigentlich wohl viel mehr passieren. Dann sind sie wohl doch eher die besten Autofahrer der Welt.

 

 

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